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8. Februar 2018

1. Kreisklasse Süd, Herren
0:9
Zweite Herren Geestemünder TV VII

Sönke Ortmann (rechts) will unbedingt den Ehrenpunkt erzielen.
Fotos: Benjamin Bär/TSV Büttel-Neuenlande


Zweite Herren: Kleines Waterloo

Höchste Niederlage seit Jahren

VON BENJAMIN BÄR

STOTEL. Im Hinspiel 9:4 besiegt, wollte man es in der Rückrunde besser machen, doch die Zeichen schienen von Anfang an gegen die Büttler zu stehen. Gegen den Geestemünder TV VII kam die Zweite Herren unter die Räder.

Nicht nur, dass die Bütteler nach wie vor den Verlust ihrer Speerspitze, Simon Uetrecht, kompensieren mussten - nein, in diesem Spiel konnte auch die neue Nummer eins, Lutz Hägermann, nicht antreten, da er anderweitig beschäftigt war. Zusätzlich fiel der in den vorangegangenen Spielen sehr stark spielende Kjell Jacob aus.

Spieler aus Dritter und Vierter Herren

Ersetzt wurden beide durch die freundlicherweise einspringenden Spieler Frank Garden (Dritte Herren) und Heinz-Georg Beckhusen (Vierte Herren). Auch wenn es aufstellungstechnisch nicht zum Besten um die Mannschaft bestellt war, so sah man doch mit grimmiger Entschlossenheit dem Spiel entgegen.

Es wurde in der Stoteler Waldarena ausgetragen, in der man noch ungeschlagen war. Wenn Fortuna den Büttlern hold sein würde, könnte es klappen, so dachte man. Gleich vorweg: sie war es nicht.

Anfang vom Ende beginnt

Und so begann der Anfang vom Ende schon mit den Doppeln. Als Erstes spielten als Doppel eins Sönke Ortmann/ Benjamin Bär gegen Dunker Radünz. Trotz tapferer Gegenwehr und einem hart umkämpften 9:11 im vierten und letzten Satz, mussten beide Büttler den Gegenspielern zum ersten Punkt gratulieren.

Am Nebentisch versuchten Henning Lange/ Gerold Menze, gegen Dowideit/ Krieten einen Punkt zu ergattern. Den ersten Satz konnte man auch noch für sich verbuchen, doch dann schlug der GTV zurück und gewann die nächsten drei Sätze – den letzten wieder knapp mit 11:9 Punkten.

Ersatzdoppel überrascht

Für eine kleine Überraschung dürfte das Doppel Beckhusen/ Garden gesorgt haben, die gegen Thomas/ Ranft zu Felde zogen. Zwar mussten die beiden Reservisten dieses als Verlierer wieder räumen, doch legten sie einen starken Auftritt hin und zwangen die Gäste über die ganze Distanz und damit in den fünften Satz zu gehen.

Hier hatten Thomas und Ranft dann allerdings doch den längeren Atem und nahmen den Punkt mit in Ihre Reihen. So stand es auf dem Punktezähler 0:3, und es zeichnete sich ein Trend ab, der sich fortsetzen und zu einer Katastrophe führen sollte.

Hoffnung auf den ersten Zähler

Die Einzel wurden eröffnet von Lange und Ortmann, die sich jeweils gegen Krieten und Dowideit behaupten mussten. Lange gewann die ersten zwei Sätze und weckte so wieder die Hoffnung auf einen ersten Punkt bei den Büttlern.

Doch Krieten zerschmetterte diese Hoffnung ebenso, wie sie gegen den Ball schmetterte, und konnte nach drei weiteren hart umkämpften Sätzen den vierten Punkt auf das Konto des GTV schreiben.

Ortmann legt eine Schippe drauf

Ortmann musste zwar die ersten zwei Sätze abgeben, doch man merkte, dass auch er den ersten Punkt für seine Mannschaft erkämpfen wollte. Er legte bei seinem Spiel nochmals eine Schippe drauf.

So schaffte er nach dem vierten Satz den Ausgleich gegen Dowideit und abermals lag der erste Punkt zum greifen nah. Doch auch dieses Fünfsatzspiel sollte sich nicht zugunsten der Büttler entwickeln, und Ortmann musste Dowideit nach dem letzten Satz zum Sieg gratulieren. Zwischenstand 0:5.

Das richtige Mittel fehlt

Nun musste ein Punkt her. Menze trat gegen Thomas an und Bär gegen Dunker. Allerdings fand keiner der beiden Büttler das richtige Mittel gegen seinen Gegner.

Beide verloren die ersten zwei Sätze, gewannen dann den Dritten und mussten sich aber schlussendlich im letzten geschlagen geben – 0:7.

Nervosität und Verzweiflung

Langsam konnte man Nervosität und Verzweiflung in den Gesichtern der Büttler lesen. Alle Hoffnung auf wenigstens einen Punkt ruhten nun auf dem unteren Paarkreuz, und für einen kurzen Moment sah es so aus, als könnte diese Hoffnung erfüllt werde.

Garden spielte gegen Ranft ein starkes Spiel und ging nach dem dritten Satz sogar mit 2:1 in Führung, wobei er sich den zweiten in der Verlängerung mit einem 16:14 sicherte.

Ranft schlägt zurück

Doch im vierten schlug Ranft zurück und konnte sich seinerseits einen Satz mit 16:14 Punkten sichern und im Anschluss daran auch noch den fünften und letzten Satz.

Das letzte Spiel des Tages wurde von Beckhusen gegen Radünz ausgetragen. Hier machten sich dann auch die Klassenunterschiede bemerkbar.

Beckhusen schlug sich zwar tapfer und schaffte es immer wieder Punkte zu holen, doch letztendlich musste auch er, wie schon so viele vor ihm an diesem Tag, dem Spieler vom GTV, Radünz, zum Sieg nach drei Sätzen gratulieren.

Spiel endet 0:9

Somit endete das Spiel mit 0:9 Punkten und bescherte der Zweiten Herren von der Fleet die höchste Niederlager seit Jahren.

Konnte man in den ersten zwei Spielen den Verlust von Uetrecht noch kompensieren, so brach man in dem heutigen Spiel völlig ein. Für die Zukunft heißt es nun, sich zusammenreißen und versuchen, das Beste draus zu machen.

Energiereserven aufgefüllt

Der guten Stimmung nach dem Spiel hat dessen Ergebnis allerdings keinen Abbruch getan. So saß man nach dem Spiel noch zusammen und füllte gemeinsam die Energiereserven bei Speis und Trank wieder auf.

Schon am Sonnabend wollen es die Bütteler wieder besser machen. Dann erwarten sie in der Dedesdorfer Markt-Arena den Tabellenzweiten TSV Wulsdorf II.


Zwar bedeutend größer, aber nicht besser: Auch Gerold Menze (links) kann nicht punkten.


Teamchef Simon Uetrecht (Mitte), der selber nicht mehr in der Mannschaft spielt, verliert die gute Laune nicht. Heinz- Georg Beckhusen (links) und Henning Lange sind dagegen schon etwas frustriert.


Fleet-TV: Ersatzspieler Frank Garden (rechts) schlägt knallhart zu.
Video: Sönke Ortmann, Schnitt: Christoph Bohn



siehe auch:
Ergebnisse
Zweite Herren
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