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14. Januar 2018

1. Kreisklasse Süd, Herren
8:8
Zweite Herren TSV Ringstedt

Benjamin Bär ist begeistert vom Ergebnis seiner Mannschaft.
Fotos: Simon Uetrecht (2), Lutz Hägermann (2), Christoph Bohn (1)/TSV Büttel-Neuenlande


Zweite Herren: Unerwarteter Punkt

Sensationeller Rückrundenauftakt

VON LUTZ HÄGERMANN

DEDESDORF. Zum Rückrundenauftakt kam der TSV Ringstedt zum Heimspiel in die Dedesdorfer Markthalle, da die Bütteler Fleet-Arena weiter als Baustelle geführt wird.

Vor dem Spiel setzte niemand einen Pfifferling auf eine Chance gegen den verlustpunktfreien Herbstmeister, der an diesem Tag eigentlich TSV "Reha" Ringstedt hätte heißen müssen.

Simon Uetrecht verlässt das Team

Das beruhte auch darauf, dass Simon Uetrecht zur Rückrunde in die Erste Herren aufrücken musste. Er fungiert aber weiterhin als Teamchef der Zweiten.

Während bei den Büttelern für Uetrecht Nachwuchscrack Kjell Jacob (Erste Jungen) in die Mannschaft rutschte musste der TSV Ringstedt auf die etatmäßigen Nummern fünf und sechs verzichten.

Ringstedt ersetzt Ausfälle qualitativ

Diese fielen verletzungsbedingt aus beziehungsweise waren anderweitig verhindert. Diese wurden aber durch die Nummer eins und vier aus der zweiten Mannschaft, die in der gleichen Klasse spielt, qualitativ ersetzt.

Das Bütteler Doppel eins bildeten Henning Lange und Gerold Menze. Gegen Reiner Wilkens und Sascha Wilkens konnten sie aber nicht viel ausrichten und verloren glatt mit 0:3.

Routiniers weggefegt

Lutz Hägermann spielte gemeinsam mit dem Youngster Kjell Jacob gegen das etatmäßige Doppel eins der Gäste sensationell auf. Mit 11:6, 12:10 und 11:7 fegte das neu formierte Doppel die Routiniers Lars Keller und Thomas Brickwedel förmlich aus der Dedesforfer Markthalle, wobei Thomas Brickwedel immer wieder gesundheitliche Probleme mit seinem Vorhandschlagarm hatte.

Bei Sönke Ortmann und Benjamin Bär stand das Spiel gegen Joachim Witte und Heinz Gerdes Spitz auf Knopf. Es ging hin und her, und im fünften Satz fiel die Entscheidung etwas unglücklich für die Bütteler Jungs mit 11:13 aus.

Dramatisches Einzel

Damit lag man 1:2 aus den Doppeln zurück, und es ging in die Einzelbegegnungen. Lutz durfte sich hier mit Reiner Wilkens messen. Es wurde dramatisch.

Beim Stand von 9:9 im ersten Satz ging plötzlich ein Schrei durch die Sporthalle in Dedesdorf. Reiner krümmte sich nach einem Ausfallschritt am Boden und hielt sich den Oberschenkel.

Nur muskuläre Probleme

Zum Glück handelte es sich nur um muskuläre Probleme, die durch schnelle Erste Hilfe gemindert werden konnten, sodass die Partie fortgesetzt wurde. Der erste Satz war dann aber schnell vorbei, und Lutz gewann mit 11:9.

Satz zwei und drei waren auch schnell abgearbeitet, denn Reiner hatte immer wieder Probleme beim Bewegen und verlor glatt mit 0:3.

Lange beweist sich oben

Henning durfte sich nach der Hinrunde im mittleren nun auch im oberen Paarkreuz beweisen. Dieses gelang ihm mit Bravour.

Nach abgegebenem ersten Satz stellte er sich besser auf Lars Keller ein und gewann letztendlich verdient mit 3:1. Damit ging der Gastgeber zum ersten Mal an diesem Abend in Führung.

Ortmann wird niedergekämpft

Sönke wurde in seiner Partie gegen Sascha Wilkens dann aber mit 1:3 niedergekämpft. Der Ringstedter hatte immer die passende Antwort parat.

Gerold sollte gegen Thomas Brickwedel nun wieder für die Führung sorgen. Dieses misslang, denn der Ringstedter überließ dem Lokalmatadoren die Initiative.

Fehler kommen wie bestellt

Und damit hatte Gerold Probleme, denn der Ringstedter brachte alle Bälle zurück und wartete auf Fehler der Bütteler Nummer drei. Und diese kamen wie bestellt. Mit 1:3 ging auch dieses Match weg.

Nun aber warteten alle gespannt auf das Rückrunden-Debüt der Bütteler Nachwuchshoffnung Kjell Jacob. Bereits im Doppel zeigte er, dass er eine gute Ergänzung für das Team sein kann.

Jacob zwingt Gegner sein Spiel auf

Und er bestätigte dieses mit einem glatten 3:0 gegen Heinz Gerdes. Mit druckvollem Spiel zwang er seinem Gegner sein Spiel auf und konnte am Ende verdient wieder den Ausgleich herstellen.

Benni Bär musste gegen den alten Haudegen Joachim Witte nun ebenfalls ran. Benni versuchte alles, musste aber am Ende seinem Gegenüber zum glatten 0:3 gratulieren.

Selbstvertrauen wächst

In den entscheidenden Momenten war der Ringstedter hellwach und machte den Sack zu. Damit stand es nach dem ersten Durchgang 4:5, und die Überraschung, dass das Team mithalten konnte brachte Selbstvertrauen.

Lutz durfte wieder beginnen und machte gegen Lars Keller gleich Dampf. Mit 11:3 bezwang er einen bis dahin passiv spielenden Ringstedter, der nun aber sein Spiel offensiver ausrichtete. So ging der zweite Satz auch an ihn.

Hägermann hat längeren Atem

Der dritte und vierte Satz waren dann sehr umkämpft. Hier hatte aber jeweils Lutz den längeren Atem und erzielte mit dem 12:10 den Ausgleich zum 5:5.

Henning spielte gegen Reiner Wilkens, der sich weiterhin gehandicapt am Tisch bewegte, sein Spiel. Es wankte hin und her, und der fünfte Satz musste die Entscheidung bringen.

Wilkens kommt ins Spiel

Hier führte Henning mit 7:5, doch dann gelang ihm nur noch wenig. Wilkens kam besser in die Begegnung und versuchte nun wieder aktiver, sich zu bewegen.

Das klappte für ihn gut, und mit 11:8 gewann er mit einem erneuten schmerzhaften Aufschrei das Match.

Recht, links, zick-zack

Sönke spielte nun gegen einen sich immer wieder an den Arm fassenden Thomas Brickwedel sein Spiel und machte Dampf. Mit rechts, links, zick-zack Power-Tischtennis gewann er gegen einen nie aufgebenden Ringstedter die Partie.

Gerold kämpfte gegen Sascha Wilkens, so wie man es von ihm kennt. Nach gewonnenem ersten Satz stellte sein Gegner Sascha Wilkens sich besser auf Gerolds Spiel ein und kam mit etwas Glück zum Satzausgleich.

Umkämpfter dritter Satz

Der dritte war ebenfalls sehr umkämpft und ging knapp an den Gast. Im dritten dann ließen etwas die Kräfte bei "Geroldo" nach, und er verlor.

Damit lag man 6:7 zurück, aber nun kam das selbstbewußte untere Paarkreuz zum Zuge. Kjell gab erneut Vollgas und zwang Joachim Witte sein Spiel auf. Satz eins und zwei gingen so auch klar an den Nachwuchscrack.

"Bruder" Jacob bleibt cool

Im dritten Satz machte auch der Ringstedter mehr für die Offensive und verkürzte auf 1:2 Sätze. Im vierten Satz führte Kjell schnell, musste aber den Ringstedter wieder rankommen lassen zum 10:10.

Kjell blieb aber cool und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit 12:10 beendete er die Partie und glich zum 7:7 aus.

Ergebnis zahlt sich nicht aus

Umjubelt ließ er sich zurecht feiern, doch noch zahlte sich das Ergebnis nicht in Punkten aus.

Benni musste gegen Heinz Gerdes ran und startete mit 8:11. Nun aber wollte auch er unbedingt etwas zählbares mitnehmen.

Erster Punktgewinn perfekt

Mit 11:7 und 13:11 legte er vor, und auch der vierte Satz lief perfekt. Mit 11:2 sorgte er für das 8:7, und der erste Punktgewinn in der Rückrunde war perfekt.

Im Abschlussdoppel konnten Gerold und Henning dann nur kurzfristig für Hoffnung auf einen doppelten Punktgewinn sorgen, als sie den dritten Satz mit 11:2 gewannen.

Ringstedt verhindert Niederlage

Nach verlorenenen Sätzen eins und zwei mussten sie dann aber auch den vierten mit 7:11 abgeben. Damit konnte sich Ringstedt den einen Punkt noch stibitzen und die Partie endete 8:8.

Der Jubel im Lager der Zweiten Herren über diesen überraschenden Punktgewinn übertönte aber die Abschlussniederlage des Doppels, denn vor der Begegnung rechneten viele mit einer klaren Niederlage gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Herbstmeister.

Erst einmal Pause

Jetzt macht die Zweite Herren erst einmal Pause. Am 26. Januar treten die Bütteler dann beim TSV Kührstedt an.


Bei der Begrüßung ahnen die Bütteler noch nicht, in welch schwierigem gesundheitlichen Zustand sich ihre Gegner befinden.


Diese beiden Bütteler Doppel gehen verloren: Für Sönke Ortmann und Benjamin Bär (2. und 3. von rechts) ist die Niederlage aber eher unglücklich, während das Ergebnis am Nachbartisch bei Gerold Menze und Henning Lange (4. und 5. von links) klar ist.


Noch sind Bütteler, wie hier Sönke Ortmann (links), eher skeptisch, ob der Erfolg wirklich gelingt.


Lutz Hägermann (rechts) bezwingt den Routiniers Reiner Wilkens (links), der aber zwischenzeitlich Probleme mit seinen Muskeln hat und immer wieder vor Schmerz schreit. Zähler Kjell Jacob muss aber zum Glück keine Erste Hilfe leisten.



siehe auch:
Ergebnisse
Zweite Herren
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